Ekkis World

Nachrichtenarchiv

Klick hier um zu den Videos zu kommen.

Datum: 15.09.2007; Dresden/Deutschland

Nach Manaus hatten wir uns auf eine eher leichte Strecke nach Norden gefreut. Vor uns lagen über 1.000 km durch den Regenwald des äußersten Nordens Brasiliens. Flach, dachten wir. Entspannt radeln. Die ersten Kilometer glichen eher einer Achterbahnfahrt. Es ging ewig hoch und runter, wir fuhren mehr Höhenmeter als an manchen Tagen in den Anden. Dazu brannte die Sonne gnadenlos senkrecht auf uns herab. Doch ganz so schlimm war es doch nicht, freundliche Leute machten uns Mut, es gab eher wenig Verkehr und zum Glück kaum Mücken. Allerdings erzählte man uns schon lang vorher schaurige Geschichten von den kannibalischen Eingeborenen. Und tatsächlich, and der Grenze zwischen Amazonas- und Roraima Provinz mussten wir das Reservat der Waimiri Atroari Indios durchqueren. Ein Gebiet im Regenwald des Amazonas, welches die Straße auf einer Länge von über 100 km in der Mitte durchtrennt. Jeglichem Außenseiter ist es streng verboten sich dort frei zu bewegen, das Auto zu stoppen oder gar zu fotografieren. Die Eingeborenen sind den Kontakt mit der Zivilisation nicht gewöhnt und wollen auch weiterhin von der Außenwelt unberührt bleiben. Um das zu respektieren, entschlossen wir uns, jenes Stück auf der Ladefläche eines Pickups zurückzulegen. Während uns noch südlich des Äquators starke Regenfälle bis auf die Knochen durchgeweicht hatten, so sehnten wir uns weiter nördlich zunehmend nach ein wenig Niederschlag. Der Regenwald wich mehr und mehr Feldern, Weiden und später trockener Savanne. Tagsüber konnten wir nur noch faul in der Hängematte liegen, um nicht einen Hitzschlag zu bekommen. In Boa Vista, der angenehmen nördlichsten Stadt in Brasilien, blieben wir gastfreundschaftlich betreut für mehrere Wochen zum Ausspannen und Vorbereiten auf Venezuela. Das Land schickte keinen guten Ruf voraus. Die ganze Welt warnte uns vor skrupelloser Kriminalität und Rücksichtslosigkeit in Venezuela. Unsere Route stand fest.

Also zogen wir los und kletterten steil auf das Hochland der Gran Sabana hinauf. Endlich angenehme Temperaturen, Abwechslung in der Landschaft. Wohl eines der interessantesten Gebiete überhaupt. Weite Grassavanne, klare Bäche und Wasserfälle, gigantische Tafelberge, so genannte Tepuis, und die Ureinwohner. Menschen, die uns mit ihrer Freundlichkeit und Offenheit beeindruckten. Doch das war nicht das wahre Venezuela, das sollte noch kommen. Das wurde uns klar, als wir weiter nördlich durch dunkle Regenwälder ins Flachland hinabrollten. Die einzige Straße in dieser Region überhaupt. Nach Osten der Dschungel Guyanas, nach Westen die Berge von Bolívar mit dem Salto Angel, dem höchsten Wasserfall der Welt.Und mittendrin wir auf unseren Rädern, gemeinsam mit Schlangen, Tigern, Pumas, Skorpionen...

Die Leute erklärten uns für verrückt. In einem Land, wo der Liter Benzin 2 Cent kostet und wo man für ein Paar Schuhe auf der Strasse erschossen wird. Wir mussten der Tatsache ins Auge sehen, dass der Mensch in diesem Fall die wirkliche Gefahr darstellte. Jeder der in irgendeiner Weise materiell besser gestellt war, musste sich schützen. Häuser mit Gittern an den Fenstern, Balkone und Terrassen wie Vogelkäfige, hohe Mauern mit elektrischen Zäunen, misstrauische Blicke. Man konnte sich nirgendwo mehr sicher fühlen. Solange es noch Farmen gab, waren wir froh, dort übernachten zu können, doch je weiter wir nach Norden kamen, desto schwieriger wurde es. Während beispielsweise in Argentinien nur ein geringer Teil der Bevölkerung einem kriminellen Milieu zuzuordnen ist, so konnten wir in Venezuela nur noch schwer Grenzen ziehen. Bier trinken wurde dort offenbar zum Volkssport gemacht, Ignoranz und Respektlosigkeit waren die gängige Umgangsform.Wir hatten lange versucht, nicht diesem Vorurteil zu verfallen, hätte es sich nur nicht täglich bestätigt. Über Ciudad Guayana und Ciudad Bolívar erreichten wir Maturín und schließlich die Karibik bei Carúpano. Wir hatten uns schon lange auf das Meer gefreut, den weißen Sand und die Palmen. Nur leider war es auch hier schwierig gewesen, das zu genießen.

Wenn man die wunderbare Landschaft sieht aber weiß, dass man sich nirgendwo sicher bewegen kann, nicht zelten kann, nicht sorglos am Strand sitzen kann, dann sieht man das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. zum Glück konnten wir all das dann später doch noch auf Isla Margarita ein wenig nachholen. Die Insel ist zwar sehr touristisch aber offenbar ein wenig sicherer als das Festland. Mit der Schließung des unabhängigen Fernsehsenders RCTV brachte Präsident Chávez das ohnehin schon politisch tief gespaltene Venezuela noch weiter in die Krise. Besonders auf der Seite der sozialistischen Anhänger Chávez' zeigte sich leider immer mehr der Trend die allgemeine Unzufriedenheit auf die Ausländer zu projizieren. Wir standen also nur zu oft als imperialistische Nordamerikaner da, die alle Schuld an den Problemen der armen Bevölkerung trugen. Schließlich entschieden wir uns, von Puerto La Cruz nach Caracas per Bus zu fahren, um unsere Reise unbeschadet zu beenden. Die Fenster des Busses mussten dabei die ganze Fahrt über mit Vorhängen verschlossen bleiben, um möglichen Steinewerfern vorzubeugen. Selbstverständlich war Caracas auch kein Deut besser, doch wenigstens konnten wir all unsere Habseligkeiten im Hotel einschließen. Doch oft zogen wir es vor, nicht allzu lang durch die Straßen zu ziehen und unauffällig zu bleiben. Wir wechselten das Hotel mehrmals und trotzdem konnten wir nur haarscharf einem Überfall entgehen. Um die Reise nicht so zu beenden und wenigstens einmal noch in den ungestörten Genuss von Sonne und Strand zu kommen, entschlossen wir uns, noch einen Abstecher auf die Niederländischen Antillen zu machen.

Curaçao liegt gerade 70 km vor der Küste Venezuelas und doch scheint man dort eine andere Welt zu betreten. Die bunte Mischung aus Ureinwohnern, Nachkommen afrikanischer Sklaven und europäischen Einwanderern gibt der Insel ein ganz besonderes Flair. Blendend weiße Strände, türkisblaues, glasklares Wasser und vor allem Sicherheit, das war es was wir gesucht hatten.

So endete unsere Reise doch noch mit einem angenehmen Abschluss, wenngleich mit einem schweren Abschied. Ich bin zurück in Deutschland, Debora in Argentinien.


Datum: 08.03.2007; Manaus/Brasilien

Cuzco war der perfekte Ort gewesen, um Neujahr zu feiern. In der Karte sah es aus, als sei es nicht allzu weit bis nach Abancay. Doch was uns erwartete war eine 40 km lange Abfahrt hinunter an den Rio Apurímac und danach folglich ein 60 km langer Anstieg bis auf 4000m, ehe wir ueber endlose Serpentinen nach Abancay herunterrollen konnten.

Von dort gab es nur eine asphaltierte Strasse nach Lima und ein paar Schotterpisten durch die Berge nach Norden. Also luden wir die Raeder auf den Bus, um uns die Schinderei zu ersparen. Doch von entspannen konnte keine Rede sein. Der Bus rasselte und schuettelte die steinigen Fahrwege hinauf, schlaengelte sich kilometerweit um enge Serpentinen und ueber hohe Paesse. Die "Strasse" war teilweise so eng, dass wir besorgt aus dem Fenster schauten und unter uns die Steine ins Tal broeckeln sahen. Dann wieder war sie so holprig, dass es uns foermlich aus den Sitzen hob und wir uns sorgten, was von unseren Raedern auf dem Dach uebrig bliebe.

Von Ayacucho bis Huancavelica versuchten wir uns selbst mit den Fahrraedern auf der steinigen Piste. Das Radfahren war hart, wir brauchten deutlich laenger als erwartet. Wir konnten uns nur damit troesten, dass es von Huancavelica die Eisenbahn fuer ein paar Kilometer nach Huancayo gab, wo die Strasse endlich wieder geteert waere. Von da an rollte es herrlich glatt, doch je weiter wir nach Norden kamen, desto kaelter wurde es und desto duenner wurde die Luft.

IIn Cerro de Pasco erreichten wir schliesslich den hoechsten Punkt unserer Reise auf 4350m. Wir hatten es geschafft. Von dort ging es nur noch bergab, hinab in den Dschungel wo es endlich warm und gruen war. Mehr als 100km Abfahrt nach Huánuco und in Tingo Maria waren wir endlich mitten im Regenwald. Die Leute hatten uns vor der Strasse nach Pucallpa gewarnt und auch auf der Seite des auswaertigen Amtes hatte ich von Ueberfaellen gelesen, die dort offenbar nicht selten passierten. Also fuhren wir sicherheitshalber - die letzten Kilometer in Peru - nochmals im Bus. Dort endete die Strasse. Wir hatten geplant, per Boot auf dem Rio Ucayali bis nach Iquitos zu fahren, um auf den Amazonas zu kommen.IIquitos liegt mitten im Regenwald von Peru und obwohl dort fast 1/2 Millionen Menschen wohnen, gibt es keine Verbindung per Strasse. Wer nach Iquitos reisen will, kommt per Boot oder Flugzeug. Nichts lag naeher, als von dort den Regenwald zu erkunden. Unser Fuehrer zeigte uns, wie man im Dschungel ueberlebt, wie man von Lianen trinkt und die natuerliche Medizin nutzt. Wir fischten Piranhas und Kaimane aus dem Wasser und unser Fuehrer angelte ein Faultier vom Baum. Nach 4 Tagen ruderten wir wie Indios mit dem Einbaum zurueck in die Zivilisation - etwas zerstochen von Mosquitos. Bis nach Leticia in Kolumbien, an der Grenze mit Peru und Brasilien, brachte uns ein kleines Boot, das so sehr mit Leuten beladen war, dass man kaum treten konnte. Die Passagiere schliefen wie die Sardinen in der Dose in ihren Haengematten auf Deck. Wir waren um ehrlich zu sein froh, endlich die Grenze zu Brasilien erreicht zu haben.

Wir hatten die verschiedensten Eindruecke aus Peru mitgenommen, doch es war nicht leicht gewesen, dort zu reisen. Die hohen Berge hatten uns beeindruckt aber auch bis an unsere Grenzen gebracht. Die Leute hatten unsere Geduld nicht zu selten herausgefordert und die mangelnde Hygiene immer wieder gesundheitliche Probleme bereitet. Doch jetzt lag Brasilien vor uns, ein modernes Boot brachte uns in nur drei Tagen den Amazonas hinunter bis ins 1100 km weiter oestlich gelegene Manaus. Hier fanden wir uns ploetzlich in einer grossen modernen Stadt wieder, mitten im tropischen Regenwald. Jetzt ist es soweit, wir steigen wieder auf die Raeder, um nach Norden, nach Venezuela weiterzufahren.

Ekki&Debi


Datum: 03.01.2007; Cusco/Peru

Das letzte Mal hatte ich aus Bolivien geschrieben, das ist nun schon wieder eine Ewigkeit her. In Villazon, der Grenze zwischen Argentinien und Bolivien, hatten wir uns entschieden per Zug weiter in Richtung La Paz zu reisen. Die Strassen ueber das Hochland sind noch immer ungeteerte, sandige Ruettelpisten, die wir uns auf 4000m Hoehe nicht antuen wollten. Stattdessen lehnten wir uns in den bequemen Sitzen des Expreso del Sur zurueck, um das ewige Hochland Boliviens, den Altiplano, an uns vorueberziehen zu lassen. Der Zug schnaufte nur muehevoll ueber die mehr als 4000m hohen Paesse, schlaengelte sich durch tiefe Flusstaeler ehe wir endlich spaet in der Nacht Uyuni erreichten. Der kleine Ort mitten im Nirgendwo ist beruehmt fuer den nahegelegenen Salzsee, den Salar de Uyuni. Mit 12.106 qkm auf 3660m Hoehe ueber dem Meeresspiegel hat der Salzsee den groessten Salzvorrat der Erde. Man hatte das Gefuehl, mitten auf einem riesigen Schneefeld zu stehen und dabei komplett alle Relationen von Groessen und Entfernungen verloren zu haben. Irgendwo in der Ferne krochen schwarze Punkte ueber die blendend weisse Salzflaeche, die man uns als Busse erlaeuterte, die auf dem Weg ueber den See in Richtung Chile waren. Mitten auf dem See hatte man ein kleines Hotel errichtet, das komplett aus Salz gebaut war. Boden, Waende, Tische, Sitzbaenke, Betten... alles aus Salz. Zum Glueck war die Schokolade hier ohne Salz, wenn auch zu gesalzenen Preisen. Von dort fuhren wir per Zug weiter ueber das Hochland bis nach Oruro, von wo die Strassen schliesslich wieder geteert sind.

Die Strecke bis nach La Paz verlaeuft recht flach ueber die Hochebene auf wortwoertlich atemberaubenden 4000m ueber dem Meeresspiegel. Ehe man die Stadt La Paz selbst erreicht, muss man geschlagene 20 km Vororte durchqueren, heute bekannt als El Alto. Schliesslich erreicht man den hoechsten Punkt auf 4100m und gleichzeitig den unglaublichsten Blick hinab auf eine Großstadt, die 600m weiter unten in einem Canyon liegt und die steilen Waende hinaufklettert. Unten in der Stadt empfing uns das bunte Leben der groessten Stadt Boliviens. Unzaehlige Micros, Minibusse und Taxis draengten sich durch die steilen Strassen, vorbei an hunderten Handwerksverkaeufern, Essensstaenden und Maerkten. Jeder versuchte seine Waren lautstark anzupreisen, Schuheputzer und Friseure boten ihre Dienste auf der Strasse an, von jedem Minibus rief der Beifahrer das Ziel seines Gefaehrtes in die Menschenmengen, um moeglichst viele Fahrgaeste (wir zaehlten bis zu 20) in die kleinen Minibusse zu draengen. Am Ende nutzen auch wir das Angebot und liessen uns die 600 Hoehenmeter zurueck nach oben bringen, ehe wir wieder auf die Raeder stiegen.

Unser Weg fuehrte uns weiter nach Nordwesten in Richtung Titikakasee. Von Copacabana, unserer letzten Station in Bolivien, tuckerten wir gemuetlich ueber den tuerkisblauen See und wanderten ueber die Isla del Sol (Sonneninsel), die die Inkas laut Legende fuer die Geburtsstaette der Sonne hielten. Die Strasse nach Peru folgte immer den Ufern des Titikakasees auf 3810m. Von Puno, am Nordende des Sees, entschieden wir uns nochmals ins Boot zu steigen, um die schwimmenden Inseln der Uros zu erkunden. Die Menschen dort wohnen tatsaechlich auf schwimmenden Bambusinseln, mitten auf dem Titikakasee.

Seit Puno mussten wir einige Male am eigenen Leib erfahren, dass wir in der Regenzeit unterwegs waren. Weihnachten verbrachten wir in einem kleinen Bergdorf, weit weg von allem Trubel, wenn auch fast ohne jegliche Weihnachtsstimmung, wie ich sie von zu Hause kenne. Wir waren uns nicht sicher, was uns in Cusco erwarten wuerde, schon vorher fuerchteten wir uns vor all den Touristenschwaermen und den entsprechenden Preisen. Doch die Regensaison scheint auch ihr Gutes mit sich zu bringen und die Preise im Saum zu halten. Wir konnten bisher ueberall Sonderpreise aushandeln. Von hier entschlossen wir uns, eine Tour zu der legendaeren Inkastadt Machu Picchu zu buchen und mal so richtig bequem als Touri zu reisen. Als wir mit dem Zug in den Dschungel hinabrollten, hingen dicke Regenwolken zwischen den hohen Bergen. Doch wir hatten Glueck: am nachsten Tag strahlte die Sonne ueber Machu Picchu und gab uns die erhofften Ausblicke. Wir kamen rechtzeitig zurueck nach Cusco, um ein beeindruckendes Neujahr direkt hier im Zentrum zu feiern. Die Leute hier liefen 12 Uhr Mitternacht um den Plaza de Armas weil das angeblich Glueck bringen soll... Wir haben inzwischen so viele Inkaruinen besucht, dass ich nicht mehr genau weiss was wo und wie war. Von daher werden wir bald aufbrechen und wieder auf dem Weg nach Norden sein. Viele Gruesse!

Ekki&Debi


Datum: 27.11.2006; Villazón/Bolivien

Der Weg bis an die Grenze im Norden Argentiniens war ein hartes Stueck Arbeit. Nach Tafí del Valle erwartete uns ein weiterer Berg, der uns bis auf 3050m fuerte. Auf der westlichen Seite der Gebirgskette verschwand die Vegetation fast voellig. Alles was blieb war eine Steinwueste mit unzaehligen Kakteen, die ich auf bis zu 10m hoch schaetzte. Regen hatte man dort schon seit April nicht mehr gesehen. Der Wind in unser Gesicht, der eine Menge Hitze und Sand mit sich brachte, war dafuer um so heftiger. Schliesslich sassen wir ordentlich ausgelaugt in Cafayate und erwaegten alternative Transportmittel. Das lag allerdings auch daran, das uns beide die Gesundheit ein wenig im Stich gelassen hatte. Am Ende sind wir dann doch wieder in den Sattel gestiegen und nach Salta weitergefahren. Die Landschaft belohnte uns mit fantastischen Ausblicken auf bizarre Felsformationen in allen moeglichen Farben. Aber noch immer war das Wetter nicht gerade ideal zum Radfahren, 40´C im Schatten liessen uns fast vom Rad fallen. Ganz im Gegensatz dazu frohren wir uns auf dem Weg nach Jujuy bei stroehmendem Regen die Finger ab. Die Landschaft dort war ploetzlich wie ausgewechselt, gruen und voller Vegetation. Salta und Jujuy sind eher kleine Staedte im recht armen Norden Argentiniens. Vom Stil her erinnerten sie mich sehr an Cordoba, ein wenig Kolonialarchitektur im Zentrum und drumherum eher kleine, einstoeckige Haeuser in den Vororten. Seit Jujuy ist das Klima endlich angenehmer zum Radfahren und besonders der Wind, der uns kraeftig in den Ruecken blaest hat uns den Anstieg auf den Altiplano erleichtert. Jeden Tag haben wir ein wenig an Hoehe gewonnen und sind schliesslich bis auf 3800m geklettert. Die Orte hier oben bestehen hauptsaechlich aus kleinen quadratischen Lehmhaeusern, die sich mit ihrer braunen Farbe an die Landschaft anpassen. Und nun - Bolivien! Villazón liegt in einer Hochebene auf ca. 3500m. Die Strassen bieten ein Bild, wie man sich es von Bolivien vorstellen wuerde: Frauen mit bunten, weiten Roecken und breiten Hueten oder den so tuepischen Melonen-Hueten. Alle moeglichen Verkaufsstaende in den Strassen und viel neues Essbares zu probieren. Ich bin gespannt, was das Land noch so alles zu bieten haben wird.

Ekki&Debi


Datum: 04.11.2006; Tafí del Valle/Argentinien

Lang lang ists her... Endlich ist es geschafft, ich habe mich von Cordoba losgeloest und bin endlich wieder unterwegs. Die Geschichte ist viel zu lang, um sie hier zu erzaehlen. Kurzum, ich hatte eine bewegte Zeit mit vielen "Hochs" und "Tiefs", vielen Erfahrungen und auch einer Menge Sorgen. Aber zum Glueck hat die Geschichte nun ein gutes Ende genommen und ich bin nicht mehr allein unterwegs. Zusammen ist es ja doch viel schoener, besonders wenn man mit seiner Freundin unterwegs ist! Debora hat ordentlich "aufgeruestet", wir sind bereit die Welt zu erobern!! Schliesslich hatte ich meine Meinung doch noch geaendert und wir haben uns entschlossen, den langen Weg durch die Einoede nach Tucuman, 500km noerdlich von Cordoba, per Bus zurueckzulegen. Inzwischen ist es hier ordentlich warm geworden weswegen mir auch die Idee bei 35´C im Schatten durch die Salzwueste zu fahren eher misfiehl... Tucuman war mindestens genauso belebt wie Cordoba, wenn auch bei weitem nicht so gross. Von da an bin ich aeusserst ueberwaeltigt davon, wie saftig gruen die Landschaft hier oben ist! Gruenes Gras, davon konnten wir in Cordoba nur traeumen... Und in den Bergen wuchert ein Regenwald, der uns beide an ganz stark an die Westkueste Neuseelands erinnert. Allerdings mussten wir - besonders Debora - dafuer in Kauf nehmen, gleich zum Auftakt endlose Steigungen und Serpentinen zu bewaeltigen. Am 2. Tag mit 1300 Hoehenmetern zu beginnen war eher etwas ueberraschend und extrem schweisstreibend. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt, die Ausblicke auf die hohen Berge sind einfach unvergleichlich! Hoffentlich verziehen sich die Wolken bald, dass wir auch noch das letze Stueck ueber die Berge in Richtung Salta bewaeltigen koennen.

Ekki&Debi


Datum: Juli 2006; Cordoba/Argentinien


Datum: 25.06.2006; Cordoba/Argentinien

Ich hatte wirklich an meinem Plan gezweifelt, die Anden nach Argentinien zu ueberqueren. In Santiago wollten die Wolken einfach nicht die Berge freigeben, keiner wusste so richtig, ob der Pass offen waere oder nicht. Meiner Schaetzung nach lag die Schneegrenze auf etwas ueber 1000m, also weit unter der Hoehe des Passes, der auf 3200m liegt. Die Leute in den Strassen von Santiago versteckten sich unter ihren breiten Regenschirmen und schienen nur auf die Strasse zu gehen, wenn es wirklich noetig war. Ich wurde also nicht sonderlich inspiriert, was mein Vorhaben anging. Doch schon auf der Strasse nach Norden in Richtung Los Andes lockerte sich die Bewoelkung ein wenig. An dem Tag, als ich den 80km langen Anstieg anging, war wohl auch gerade der Pass wieder geoeffnet worden. Ab 1500m Hoehe lagen schon die ersten Schneereste an den Strassenraendern und auf 3000m war schliesslich alles dick verschneit. Ich hatte Glueck, denn schon am naechsten Tag nachdem ich den Pass ueberquert hatte zogen die Wolken in die Berge und der Wind wehte den Schnee ueber die Strassen. Kurz danach schien der Verkehr abzubrechen, der Pass war wohl wieder geschlossen. Ich rollte wieder in den Herbst hinab, der Jahreszeit, der ich nun schon seit Monaten hinterher fahre.

Aber schon in Mendoza spuerte ich den lauen Nordwind und konnte endlich wieder ohne zu frieren gemuetlich weiterradeln. In Richtung Osten musste ich die ewige einsame argentinische Pampa durchqueren. Ewig flaches Buschland, immer geradeaus, wie ich es wahrscheinlich auch in Australien haette sehen koennen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier alles ein wenig erschwinglicher ist. Ab San Luis endete endlich die Eintoenigkeit der Pampa. Ich waehlte die einsamere Route durch die Sierras de Cordoba via La Toma und Merlo in Richtung Villa Dolores. Von Merlo reizte mich die Idee, auf einer kleinen Piste quer ueber die Berge in Richtung Embalse zu fahren, einer Ortschaft ca. 100km weiter oestlich auf der anderen Seite der Sierras. Ich musste bis auf 2100m in die Wolken klettern, um dann auf einer steinigen Piste 2 Tage durch die einsamen Berge zu treten. Doch die Landschaft dort oben hat mich fuer alle Schinderei entschaedigt. Auf dem Weg in Richtung Cordoba traute ich meinen Augen kaum, als ich in die deutsche Ortschaft Belgrano kam. Aus den Laeden dudelte deutsche Schlagermusik, diverse deutsche Biersorten warben von den Werbeschildern der Kneipen und Biergaerten.

Cordoba empfing mich mit fiesen Nordwinden, ich kroch fast auf dem Zahnfleisch in die Tore der Stadt. Doch Cordoba ist eine schoene, wenn auch grosse Stadt mit viel kolonialer Architektur, die erst kuerzlich zur Kulturstadt von Suedamerika gewaehlt wurde. Ich habe mich entschlossen, hier ein paar Tage zu bleiben, um einfach mal was anderes als radfahren zu machen. Und dafuer bin ich hier genau richtig, denn die Fussball-WM hat die ganze Stadt in eine grosse Party verwandelt. Gestern hat Argentinien Mexico 2:1 im Achtelfinale geschlagen – die Millionenstadt war im Ausnahmezustand. 10.000de Menschen tanzten auf den Strassen, Feuerwerksraketen schossen in den Himmel, von den Haeusern schneiten ueberall Papierschnipsel, alle Autos und Mopeds fuhren hupend durch die Strassen, wenn sie ueberhaupt noch fahren konnten. Alles und jeder war im blau-weissen Freudentaumel. Doch was mache ich naechsten Freitag, wenn Argentinien gegen Deutschland spielen wird? ARGENTINIA! ALEMANIA! ARGEMANIA! ALETINIA! OLÉ!

Ekki


Datum: 07.06.2006; Santiago de Chile

Hallo liebe Leute,

ich bin froh, alles hat recht gut geklappt. Gestern gegen 12:30 bin ich hier in Santiago regelrecht eingetaucht in den Smog der Grossstadt. Ich hatte erst geglaubt es waeren nur Wolken, doch diese Illusiuon verflog schlagartig, als ich vor die Tore des Flughafens trat. Das ganze Tal um Santiago schien wie von einer schmutzigen Decke von Abgasen eingehuellt zu sein. Ich konnte nicht einmal die Umrisse der Stadt erkennen. Oberhalb des blauen Dunstes erhoben sich der verschneiten Berge der Anden, deren hoechste Spitzen von den Wolken umhuellt waren. Ich verliess den Flughafen verfolgt von neugierigen Blicken und Chilenen, die mich nur allzugern mit ihrem "special-price-minibus" in die Stadt kutschiert haetten. Ich lehnte ab, war mir meiner Sache sicher, einen Zeltplatz fuer die Nacht zu finden. Auf dem Satelitenbild sah ja alles so einfach aus. Zurueck im Rechtsverkehr. Ich hatte zwar den Rueckspiegel wieder auf die linke Seite meines Lenkers montiert, doch meine Gewohnheit liess mich noch oft genug auf die falsche Seite der Strasse abdriften. Der Smog kroch mir in die Nase, ich keuchte und musste dauernt husten. Wohl alles eine Sache der Gewoehnung. An den Strassenraendern tuermte sich der Muell, teilweise waren die Strassen so verschuettet, dass die Autos im Slalom fahren mussten. Ich hatte offenbar mal wieder die "falsche" Route gewaehlt, jedenfalls sollte hier wohl kein Tourist herkommen. Das Campen war auch nicht gerade so einfach, wie ich mir es erhofft hatte, denn der Schlamm auf den Feldern klebte an meinen Reifen bis sie blockierten und ich kam kaum dahin, wo ich hin wollte. Aber all das bereitete mir keine Sorgen, denn endlich war ich da, wo ich hinwollte. Hier liefen und radelten wieder die Leute auf den Strassen, ueberall kroch der Rauch aus kleinen Holzhuetten und die Leute drehten sich nach mir um. Fuer einen Moment glaubte ich, irgendwo in Thailand oder China gelandet zu sein.

Sogar die Kraftfahrer zeigen hier eine Art Respekt vor Radfahrern. Zum ersten mal seit meinem Start in Sydney habe ich festgestellt, dass auch Lastwagenfahrer Bremsen haben. Vielleicht faehrt man hier aber auch von vorn herein langsamer. Ich hoffe jedenfalls, dass das so bleibt. Ich bin jetzt vorerst in einem kleinen Hotel in Santiago abgestiegen und versuche mich mit Haenden und Fuessen durchzuschlagen. Mein Spanisch laesst ganz offenbar maechtig zu wuenschen uebrig. Es ist schon eher so mangelhaft, dass die Existenz meiner Kenntnisse kaum feststellbar ist. Das Woerterbuch werde ich also ganz oben drauf packen und lernen was das Zeug haelt... Beim Anblick der Berge (wenn man sie denn mal sieht) bin ich noch etwas skeptisch was meinen Plan mit Argentinien angeht. Da oben schein verflixt nochmal ´ne Menge Schnee zu liegen. Kommt Zeit, kommt Rat.

Ekki


Datum: 05.06.2006

Sydney war also der Startpunkt meiner Reise mit dem Rad. Ich hatte ja anfangs gar nicht gedacht, ueberhaupt in Australien mit dem Fahrrad zu reisen. Aber da die Reise im Auto etwas ganz anderes ist, wollte ich es nochmal mit dem Rad hier versuchen. Die Ostkueste Australiens ist eher dicht besiedelt und hat daher auch ziemlich dicht befahrene Strassen. Die Route entlang der Kueste kam von daher fuer mich eher nicht in Frage und ueberhaupt waere das wohl zu langweilig geworden. Mir blieb also im Endeffekt nicht viel anderes uebrig als in die "hohen" Berge aufzubrechen. Eigentlich sind die Berge gar nicht so hoch, aber das ewige auf und ab und die steilen australischen Strassen machen das Radfahren zu einer gewaltigen Anstrengung. Je weiter ich von der Kueste wegfuhr, desto kaelter wurden die Naechte. Vor allem die hohe naechtliche Luftfeuchtigkeit machte mir zu schaffen. Da kriecht die Kaelte ueberall hin und laesst einen schon bei 0'C im eigentlich warmen Schlafsack frieren. Nun ja, so ist er der Winter. Sogar in Australien. Bei Armidale erreichte ich dann die heochsten Punkte in der Great Dividing Range, bevor ich in den Regenwald der Ostkueste hinabrollte. Das Leben an der Kueste erschien mir wie ein Kinderspiel. Ich liess mich einfach treiben und radelte nur langsam nach Norden. Bei Coffs Harbour beginnt die subtropische Zone mit Regenwald, perfekt weissen Sandstraenden, Bananen- und Zuckerplantagen. Das australische Strandleben schien sich dann zwischen Ballina und Byron Bay zu perfektionieren, wo ich auch Scott wiedertraf. Wir kennen uns von unserer gemeinsamen Radtour in China. Ich war eigentlich viel zu frueh dran, jedenfalls eher als ich erwartet hatte. Bis zu meinem Abflug von Brisbane blieben mir noch zwei Wochen aber nur noch 200km. Ich musste mir also noch etwas einfallen lassen, auch wenn ich inzwischen ein wenig das Interesse in Australien verloren hatte. Ich wollte doch nach Suedamerika! Ich wollte doch neue Kulturen und Laender kennen lernen. Dementsprechend getruebt war meine Motivation. Ich rollte nur langsam durch das einsame Hinterland. Offenbar muss es sehr einsam gewesen sein, denn ich fuhr sogar zurueck an die Kueste, nur um mir das Touristenparadies Surfers Paradise anzusehen. Die riesigen Hoteltuerme, direkt hinter dem Strand... Brisbane ist zur Zeit eher ein Duerregebiet, die Stauseen sind fast leer, die Leute bangen um ihr Trinkwasser. Wasser wird recycled, den Rasen darf man schon lange nicht mehr waessern, ueberall weisen Schilder auf den Wassermangel hin. Ich kannte das bereits von Sydney, hatte aber nicht geglaubt hier in den Subtropen auf das gleiche Problem zu stossen. Scott, Dsuedi und William wohnen direkt im Zentrum von Brisbane und verwoehnen mich nochmal so richtig mit allen Mitteln der Zivilisation. Inzwischen sind es nur noch ein paar Tage bis ich im Flieger nach Suedamerika sitze, der Beginn eines neuen Abenteuers! Santiago wird mich auch nicht gerade mit warmen Temperaturen empfangen - im Gegenteil, ich werde wohl gleich mit Schnee auf den hohen Paessen nach Argentinien zu kaempfen haben. Aber davon lese ich bisher nur im Reisefuehrer...

Bis dahin, euer Ekki


Datum: 25.04.2006

Endlich - oder schon wieder - bin ich in Sydney! Aber von vorn. von Perth aus sind wir also durch die riesigen Eukalyptuswaelder in Suedwest-Australien gefahren. Wir haben erstmal eine Weile gebraucht, um uns an das schnelle Tempo im Auto zu gewoehnen. Obwohl ich die Region schon vor Jahren besucht hatte, war ich wieder von den gigantischen Waeldern begeistert. 100 m hohe Baeume lassen einen schon ganz schoen klein aussehen. In Esperance trennten wir uns von Suedwest Australien und begannen die ewige Reise quer durch die Nullarbor Ebene. Einige tausend Kilometer weit gab es keine Siedlung, nur der Highway und dazwischen ein paar Tankstellen. Fuer scheinbar endlose strecken faehrt man dort nur geradeaus, die Baeume werden immer kleiner bis es irgendwann nur noch kleine Buesche und Straeucher gibt. Erst auf der Eyre Halbinsel am anderen Ende der Ebene tauchten dann wieder vereinzelt ein paar Siedlungen auf die sich hauptaechlich an der Kueste verteilen. Was man dort Ortschaft nennt heatte bei uns wahrscheinlich nicht einmal die Bezeichnung Dorf verdient. In Port Augusta trafen wir auf den Stewart Highway, der dort beginnt und fuer einige tausend kilometer nach Norden via Alice Springs nach Darwin fuehrt. Ein kurzer Abstecher in die Flinders Ranges war uns gewaehrt, um ein wenig von der uralten Bergkette zu sehen. Wie eine riesengrosse Schuessel stehen die Berge des Wilpena Pound in der Landschaft. Adelaide war von dort nicht mehr weit, wo wir nur mit viel Muehe einen Campingplatz finden konnten, denn es war Ostern. Die Landschaft aenderte ihr trockenes Gesicht hier schlagartig in ein farbenfrohes Durcheinander. Viele Deutsche Siedler haben sichs vor langer zeit in der Umgebung von Adelaide heimisch gemacht und viele fuer australier exotische europaeische Flora mitgebracht. Ueber Mt. Gambier erreichten wir schliesslich die beruehmte Great Ocean Road wo wir mit viel glueck die zwoelf Apostel bei Sonnenschein sehen konnten. Bei Melbourne haben wir uns dann von Ted und Kay getrennt und unseren eigenen weg in die Stadt gebahnt. Per Zug sind wir von dort - erste Klasse natuerlich - nach Sydney gefahren. (Naja, Economy war ausgebucht, da nimmt man natuerlich 1. klasse gern zum gleichen Preis!). Hier bleiben wir jetzt noch ein paar Tage bei Neville, ein wenig Wandern ein wenig (zu viel) Stadtbummeln. Christiane muss ja bald zurueckfliegen aber ich freue mich schon auf die Radtour nach Brisbane!

Ekki


Datum: 28.03.2006

Schliesslich bin ich wieder im gruenen Suedwesten Australiens angekommen. Seit einigen Tagen sind wir jetzt bei Bunbury suedlich von Perth zu Besuch bei Ted's Bruder Mike. Inzwischen habe auch ich mich an das australische Klima gewoehnt, besonders nachdem wir einige Tage bei +40'C im Schatten weiter noerdlich zugebracht haben. Jetzt friere ich sogar schon bei +25'C - alles eine Sache der Gewoehnung. Inzwischen hat sich's sicherlich schon rumgesprochen, dass es Christriane mal wieder geschafft hat, fuer ein paar Wochen 'Sonderurlaub' zu bekommen. Sie ist also spontan noch nachtraeglich ins Flugzeug gesprungen und erst vorgestern hier eingeflogen. Direkt aus dem Winter importiert sozusagen. Mein Rad haengt jetzt vorerst am Heck des Caravans und faehrt mit uns durch Australien spazieren. Ich werde hoffentlich oefters Gelegenheit haben, von dem klimatisierten Autositz in meinen Sattel zu springen, um die Natur hier unten aus direkter Naehe zu erkunden. Papageien, riesige Eukalypten, weisse Straende und viel einsames Land. Australien, wie ich es noch von meiner letzten Reise kenne. Auch wenn ich noch eine Weile brauchen werde, um den alten Rhytmus aus Deutschland abzuschuetteln und um den 'Australian way of life' neu zu erlernen... die Erinnerungen von vor 4 Jahren sind bereits zurueckgekehrt. Morgen beginnt unser Campingtrip durch Australien der uns noch einige tausend Kilometer durch diesen sagenhaften Kontinent fuehren wird!

Ekki


Datum: 15.03.2006

Australien hat mich wieder!

Der ganze Trip war schliesslich doch ein wenig laenger als gedacht, worueber ich aber auf keinen Fall boese war. Der Flug musste wegen technischen Problemen verschoben werden. Qantas hat sich aber super um seine Passagiere gekuemmert und an alen Ecken Transport und Hotel bereitgestellt. Auf die Weise hatte ich wenigstens die Moeglich-keit, die lange Fahrerei und Fliegerei zwischen-durch zu unterbrechen. Als ich so mit dem Taxi durch Singapur tuckerte, war ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob ich nicht doch haette nach Asien zurueckfliegen sollen. Der Charme ist einfach unuebertrefflich. Naja, noch habe ich ja keinen Weiterflug...! Mein Rad ist kostenlos mitgeflogen, auch wenn ich die 20 Kg bei weitem uebertroffen hatte. Die Einreise nach Australien ging auch ohne Rueckflugticket ohne Probleme. Jetzt sitze ich nun hier bei 30'C im Schatten und muss mich erstmal langsam dran gewoehnen. Gleich auf den ersten Kilometern vom Flughafen hat mir die Sonne ordentlich eins druebergebraten was mir nun eine gewisse Aehnlichkeit mit einem Hummer verleiht.

Bis spaeter. Cheers,

Ekki


Datum: 26.02.2006

Es ist wieder soweit,

der Flug ist gebucht - meine nächste Reise steht direkt bevor. Schon seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen und langsam vervollständigt sich meine Packliste. Auch wenn ich's diesmal deutlich entspannter angehe als noch vor fünf Jahren, habe ich trotzdem viel mit der Planung zu tun. Dazu kommt, dass ich sicherlich bis zur letzten Minute arbeiten werde, damit ich meine Finanzen auf einen gesunden Stand bringen kann. Leider muss ich mein Bike nun doch einschließlich Rahmen ersetzen, da ich (zum Glück nur das Fahrrad) vor einiger Zeit in stehendem (!) Zustand von einer unvorsichtigen Autofahrerin überrollt worden bin. Zu allem Unglück bestreitet die Fahrerin ihre Schuld und fordert noch zur Krönung von mir eine Entschädigung für den Schaden an ihrem Auto. Das passiert, wenn man keine Zeugen hat... Meine neue Ausrüstung findet ihr hier.

Am 10. März werde ich also nach Perth in Australien fliegen, um dort meine Freunde Ted und Kay zu treffen. Die beiden packen schon fleißig den Wohnwagen und ich freue mich darauf, für ein paar Wochen mit ihnen zusammen zu sein. Die eigentliche Radtour werde ich dann erst in Südamerika beginnen. Konkrete Pläne gibt's dafür noch nicht, denn bekanntlich kommt's ja erstens anders und zweitens als man denkt...


Datum: 27.11.2005

Hallo liebe Leute,

ich habe es geschafft. Nach vielen Tagen und Nächten am Computer kann ich Euch nun endlich auf meiner neuen Homepage willkommen heißen. Natürlich ist noch nicht alles komplett, aber das wird es auch sicher nie sein können. Denn meine Reisen werden schon bald wieder weiter gehen und Ihr werdet auch später noch auf dieser Seite mit mir unterwegs sein können ... und hoffentlich auch selbst Interesse an fernen Ländern finden!

Bis dahin nehmt Euch doch etwas Zeit und stöbert in Ruhe durch meine Seite.

Wenn Ihr im Menü links auf das Fahrrad klickt, gelangt Ihr zur Weltkarte als Übersicht meiner Reisen. Dort könnt Ihr dann meine Reisen im Einzelnen nachverfolgen und mehr über meine Erlebnisse lesen oder auf Fotos bestaunen. Vielleicht interessieren Euch ja auch die Visa, die ich im Laufe der Zeit gesammelt habe oder die Ausrüstung, die ich auf meiner Reise dabei hatte.

Wollt Ihr über mich persönlich mehr erfahren, dann klickt direkt auf meinen Kopf.

Es wäre schön, wenn Euch auch zum Schluss noch die Zeit bliebe, mir ein paar nette Zeilen im Gästebuch zu hinterlassen. Oder schreibt doch direkt eine E-Mail, ich freue mich ganz bestimmt.

Am Ende bleiben sicherlich noch viele Dinge offen. Natürlich beantworte ich gern alle Fragen aber versucht doch auch das Forum für Reise-Radfahrer. Sollte ich mit der Zeit viele Fragen bekommen, werde ich bestimmt einige sammeln und als FAQs veröffentlichen...

Bis dahin wünsche ich Euch noch viel Spaß auf meiner Seite und für jede Reise viel Glück und schöne Erlebnisse.

Ekki

Herkunft der Besucher der Seite